Save the Bees

Vor Kurzem bekam ich ein Geschenk – eingebunden in ein Stofftuch: ein gelesenes Buch. Klingt für viele knauserig, ist aber eigentlich die beste Art Geschenk. Ganz besonders bei dicken Büchern, die nach dem Lesen oft nur im Schrank verstauben. „Die Geschichte der Bienen“ ist seitdem meine Bahn- und Abendlektüre. Soweit ich zurückdenken kann, bin ich die größte Honig-Liebhaberin die ich kenne. Aber dieser Roman hat mir vor allem wieder nahegebracht, warum ich Bienen so sehr mag. Auch wenn es deswegen reine Emotionalität ist, durch die ich seit langem nur wenig und ausschließlich lokalen Bio-Honig kaufe – wir sollten alle große Bienen-Liebhaber*innen werden.


„Rein und raus, füreinander tanzen, suchen, finden, bringen.“ 

Lunde, Maja: „Die Geschichte der Bienen“ München, btb Verlag 2015

Nicht viele wissen: Bienen gibt es schon viel länger als Menschen, seit etwa 90 Millionen Jahren, was sie etwa so alt macht, wie Dinosaurier. Diese Tatsache macht deutlich, dass Bienen nicht etwa dazu da sind, als Honigproduzenten für unser Frühstücksmüsli zu dienen. Auch, wenn er einfach so verdammt lecker ist. Ihren wichtigsten Nutzen für unser Ökosystem vergessen die Menschen viel zu oft: Das Bestäuben. Ohne Bienen tragen fast alle Pflanzen keine Früchte. Und ohne diese Früchte… Tja, diesem Szenario geht der Roman von Maja Lunde nach, und es ist eindeutig eine Dystopie ohne Grundversorgung. Uns allen, auch denen unter uns, die denken, Insekten nervten nur und seien ihnen egal, sollte das Wohlergehen der kleinen gelb-schwarzen Brummer deshalb besonders am Herzen liegen.

Zuerst freut man sich ja, wenn beim Essen im Garten nicht mehr so viele nervige, stechende Insekten am Essen rumkrabbeln und in die Marmelade fallen. Aber nach einer Zeit fällt schon auf, wie leise es mittlerweile in Blumenwiesen geworden ist, und dieses summen und brummen gehört nun mal zum Sommer dazu. Und dann fängt man an, sich zu fragen, wo eigentlich die vielen Bienen und Hummeln sind, die wir gewohnt waren. Wir hätten uns nie erträumt, dass Tiere so schnell verschwinden können.

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Wir wollen in Zukunft wieder mehr Bienen vor dem Marmeladenglas retten.

Deswegen folgen hier Anregungen, die den Wildbienen wirklich helfen können. Jeder von uns kann davon sicher mindestens eine Sache erfüllen!

1. Lebensraum pflanzen 🌼

Insbesondere in Städten sind lebendige Grünflächen oft viel zu weit voneinander entfernt. Mit einer Pflanze auf dem Balkon oder auf der Fensterbank kann jeder seinen Teil dazu beitragen, den Raum für Bienen zu vergrößern. Steingärten sollten umgewandelt werden und Wiesen mit weniger Rasen mehr Platz für Wildblumen schaffen.

2. Wasserstellen 💦

An heißen Tagen kann Bienen mit einer kleinen Wasserschale im Schatten ausgeholfen werden. Denkt nur an eine kleine Landehilfe, damit sie auch wirklich ans Wasser kommen.

3. Regionale Imker 🍯

Der Honig von regionalen, nachhaltigen Imkern ist zwar meistens teurer, aber wenn man die harte Arbeit des Bienenvolkes anerkennt, sieht man Honig schnell als das Luxusprodukt, das es eigentlich ist. Dann tut es ein bisschen weniger davon im Müsli vielleicht auch, und der Preis bleibt der gleiche. Nur der Geschmack – der ist meistens viel besser bei den kleinen Imkern. Es gibt außerdem die Theorie, dass Honig von Pflanzen aus der eigenen Region gut gegen Allergien sein kann. Aber dafür übernehmen wir lieber keine Haftung… 

Schön, dass du da bist!

Nakt

Wir sind
ehrlich natürlich glücklich

So wie Du !